Medizinstudenten zwischen Praxis und Justiz

Kategorie: Veranstaltungen

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Die von Fachschaft und IfAS ausgerichtete Podiumsdiskussion „Was darf ein Medizinstudent? Zwischen Praxis und Justiz“ am 09. Januar war sehr gut besucht. Der Prozess wegen fahrlässiger Tötung gegen einen Kommilitonen hat bei vielen Medizinstudierenden zu einer großen Unsicherheit geführt.

Im Laufe des Abends konnten viele juristische Fragen von Prof. Dr. Dr. Ulsenheimer (Rechtsanwalt und Experte für Medizinrecht) beantwortet werden – dass die Praxis häufig anders aussieht wurde in einigen Befragungen des Publikums mit dem TED-System der Fakultät deutlich.

Neben der Diskussion vieler Fallbeispiele wurden aber auch Schwierigkeiten in der Kommunikation zwischen Studenten und Ärzten deutlich, so dass der Dekan der Medizinischen Fakultät Prof. Dr. Dr. h.c. W. Schmitz feststellte: „Es darf nicht sein, dass ein Student sich nicht traut nachzufragen, weil er das Gefühl vermittelt bekommt eine Last zu sein!“

Eine große Sorge der Studierenden, aber auch der Fakultät, ist eine Einschränkung der praktischen Ausbildung im Medizinstudium. Prof. Dr. Raschke (stellv. Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikum Münster) hielt daher in seinem Fazit fest: „Es war ein absoluter Einzelfall, dass ein PJ-Student strafrechtlich verfolgt wurde. Eine praktische Ausbildung ist unsere Investition in die Zukunft!“

Fachschaft und IfAS sind sich darüber einig, dass die Veranstaltung erst der Anfang einer größeren Diskussion sein sollte. Wichtig sei, dass die Thematik ins Bewusstsein von Studierenden und Lehrenden gerückt worden sei. Viele Teilnehmer nahmen die Diskussion zum Anlass, Verbesserungsvorschläge in ihre Bereiche einzubringen.