Medizinstudierendenversammlung der bvmd in Berlin

Kategorie: Hochschulpolitik

Achtung: Dieser Newsbeitrag ist älter als 3 Monate und könnte veraltete Informationen enthalten!

„Wir brauchen ein extra Wochenende, um unsere Inhalte zu besprechen: Wir haben immer so wenig Zeit!“, hieß es auf der Medizinstudierendenversammlung in Freiburg (wir berichteten). So lud die bvmd (Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V.) vom 10.-12. Januar in die Hauptstadt – nach Berlin. Die bvmd vertritt uns Medizinstudierende und unsere Interessen auf Bundesebene.

Bei dieser außerordentlichen MV (Medizinstudierendenversammlung) sollte es besonders um inhaltliche Diskussionen und Positionspapiere gehen. Deshalb entsandte auch dieses Mal die Fachschaft Medizin Münster Delegierte, drei an der Zahl, nach Berlin, um über Positionspapiere zu debattieren. Auch wurden frei gewordene Posten besetzt und Änderungen der Geschäftsordnung besprochen.

Positionspapiere

Die bvmd diskutiert und beschließt inhaltliche Positionen zu bestimmten Themen auf Versammlungen wie dieser. Dabei ist das demokratische Votum des Plenums wichtig, denn ein Positionspapier wird erst mit einer absoluten Mehrheit der anwesenden Lokalvertretungen (also Fachschaften) angenommen. Diese Papiere werden dann veröffentlicht und gehen oft mit einer Pressemitteilung einher. In Berlin wurden insgesamt vier Positionspapiere diskutiert und beschlossen:

  • „Gleichberechtige Eheschließung und Gesundheit“: Die bvmd spricht sich für die Homo-Ehe aus und dafür, dass homosexuellen Paare das volle Adoptionsrecht eingeräumt wird.
  • „Gegen unsachliche Merkmale beim Auswahl zum Medizinstudium“: In der Politik werden immer wieder Stimmen laut, die eine sogenannte „Landarztquote“ fordern. Einige Politiker sind der Ansicht, dass bevorzugt Studierende mit einer Herkunft vom Land ausgewählt werden sollten, um die Versorgungslücke zu schließen. Die bvmd sieht solche Auswahlkriterien als unsachlich an und möchte derartigen Forderungen prospektiv entgegenwirken.
  • „First Aid For All“: Mit diesem Positionspapier fordert die bvmd Entscheidungsträger dazu auf, die Bevölkerung mehr für Reanimation zu sensibilisieren und Kenntnisse durch angebotene Kurse herbeizuführen.
  • „Rezeptfreie Notfallkontrazeptiva“: Die bvmd spricht sich hier für die rezeptfreie Ausgabe der „Pille danach“ aus und unterstützt den Vorstoß des Bundesrates.

Wir haben uns in Berlin sehr wohl gefühlt und konnten die Meinung der Münsteraner Delegation gut zum Ausdruck bringen. Viele unserer Forderungen wurden berücksichtigt. Ein rundum gelungenes Wochenende!

Falls Du Interesse hast, mitzuwirken oder nur Fragen zu den einzelnen Punkte, melde Dich einfach bei uns (hopo@fsmed-muenster.de). Die bvmd ist ein basisdemokratischer Verein, deshalb ist Deine Meinung wichtig!