Amor, Äskulap und Co

Kategorien: Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin.

Titel: Amor, Äskulap und Co (1. Auflage)
Autor: Axel Karenberg
Verlag: Schattauer
Preis: 29,95 EUR
Seitenzahl: 213
ISBN: 9783794523436
Bewertung:

Inhalt

Das Buch „Amor, Äskulap und Co“ untersucht in 24 Kapiteln die Bedeutung und Rolle der Klassischen Mythologie in der Sprache der modernen Medizin. Aufbauend auf seinen Vorlesungen zu den Vorbildern aus der Mythologie und Literatur und deren Abbildern in Anatomie, Psychiatrie, Physiologie und Pharmakologie stellte Axel Karenberg, Professor am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin an der Universität zu Köln dieses Buch zusammen.

Didaktik

Aufgebaut wie eine Erzählung beginnt Axel Karenberg mit einem Prolog, in dem er den Zusammenhang zwischen moderner Heilkunde und klassischer Mythologie herstellt und endet im Epilog mit einer Zusammenfassung in der Aufgliederung der in den Kapiteln dargestellten Begriffe in die Zeit ihrer Verwendung.Mit dem Buch machen wir eine Wanderung angefangen mit der griechischen Mythologie (Kapitel 1 bis 13) über das alte Ägypten (Kapitel 14) und die römischen Götter (Kapitel 15 und 16) zur Bibel (Kapitel 18 und 19) und den Heiligen der christlichen Kirche (Kapitel 21 bis 23). Ergänzt wird der in Erzählform verfasste Fließtext durch zahlreiche Illustrationen.Im Anhang des Buches findet sich ein Glossar der im Buch erwähnten Persönlichkeiten – leider ohne Seitenverweise – sowie eine Gegenüberstellung der griechischen und römischen Gottheiten.  Es fehlt eindeutig ein Glossar, in dem die eingeführten medizinischen Fachtermini aufgeführt sind. So könnte man nach der Lektüre unkompliziert noch einmal die Begriffe nachschlagen. In Ansätzen findet man eine Aufführung der medizinischen Fachtermini und ihrem Analogon in der Geschichte im Epilog in den Tabellen 2 und 3 (Gestalten aus Mythologie, Bibel und Literatur in der Medizin). Ohne Glossar ist die Suche nach den Termini im Buch sehr mühsam.

Preis/Leistung und Fazit

Das Buch ist durch die Unterteilung in Kapitel und Themen wie ein Lesebuch gestaltet. Da es zudem das erste und bislang einzige Buch ist, das sich mit diesem Thema befasst, kann man keinen Vergleich zu anderen Büchern ziehen.Das Buch erscheint bereits im 3.Nachdruck der 1. Auflage, weiterhin als Hardcover zum Preis von 29,90 €.Es ist nicht nur für jeden Medizinstudenten empfehlenswert, da es nicht nur aufzeigt, wo unser Fach seine Ursprünge hat, sondern auch eine andere Möglichkeit zu lernen aufzeigt, indem man sich der Bedeutung der Begriffe bewusst wird und so Verknüpfungen herstellt. Darüber hinaus zeigt es jedem Studenten die nicht vermittelte Relevanz des Faches Medizinische Terminologie.Empfehlenswert ist es auch für den Laien und interessierten Wissenschaftler anderer Disziplinen, da es auf überaus anschauliche Weise eine andere Sichtweise auf die Medizin bietet.Jedoch ist der Preis meiner Meinung nach zu hoch angesetzt für ein Werk, dass keine essentielle Literatur für Studenten darstellt und auf diese Weise sicherlich nur von am Thema interessierten gekauft wird und nicht, weil man im Buchladen darüber stolpert und Lust hat, mal etwas gänzlich anderes zum eigenen Fachgebiet zu lesen. Wenn man eine breitere Allgemeinbildung bei (Medizin-)Studenten wünscht, wäre ein erster Schritt die bessere Verbreitung entsprechender Lektüre angepasst an den studentischen Geldbeutel, der durch die notwendigen Anschaffungen an Büchern für die einzelnen Fächer schon genug geschmälert wird.