Das Hammerexamen

Titel: Das Hammerexamen (2. Auflage)
Autor: M. Buchta, D.W. Höper, A. Sönnichsen
Verlag: Urban & Fischer Verlag; Elsevier GmbH
Preis: 99,95 EUR
Seitenzahl: 2256
ISBN: 3437438018
Bewertung:

Inhalt

Der erste Teil stellt auf den ersten 200 Seiten des Buches die sogenannten „Gesundheitsstörungen“ dar. Diese ersten Seiten sind schon sehr oft diskutiert worden und neben der Tatsachen, dass das zweite große Kapitel „Krankheitsbilder“ nach dem ICD-10 Katalog und nicht mehr strikt nach Fächern sortiert ist, der größte Kritikpunkt an diesem Vorbereitungslektüre für das „Hammerexamen“. Dieser erste Teil ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig, da es dabei um einen Versuch handelt die Symptome differentialdiagnostisch Aufzuarbeiten. Dies ist uns Medizinstudenten zum einen meist sehr fremd, zum zweiten jedoch auch schwierig didaktisch gut darzustellen. Die Autoren des Buches haben sich dazu entschieden viele, sehr große Tabellen zu bemühen und mittels Querverweise die zugehörigen Krankheitsbilder zum Leben zu erwecken. Leider geben diese Querverweise dem Leser das Gefühl vor einem schier unendlich großen Berg zu stehen, den sie kaum bewältigen können. Die Gefahr besteht dabei, sich direkt am Anfang der Lernperiode in diesem Kapitel hineinzusteigern, zu verfransen und Symptome und mögliche Differentialdiagnosen auswendig zu lernen, ohne die entsprechenden Krankheitsbilder zu kennen und sich damit beschäftigt zu haben. Man muss jedoch sagen, dass dieses Kapitel auch später zu einem Wiederholungseffekt führt und bei so manch einem das Aha-Erlebnis auf das Gesicht zaubert. Weiterhin ist zu sagen, dass man nicht gezwungen wird, mit diesem Kapitel zu beginnen und es auch gut in Anschluss an das zweite Kapitel legen kann.Der Bereich der „Krankheitsbilder“ gefällt mir persönlich sehr gut und es stört mich nicht im Geringsten, dass die Kapitel nicht mehr nach Fächern geordnet sind. Auf diese Weise verliert das riesige Fach „Innere Medizin“ an Schrecken.Viel mehr kann man zu dem Inhalt nicht sagen. Das Buch versucht mit dem Prinzip „so knapp wie möglich, so viel wie nötig“ den Studenten auf den schriftlichen Teil des Hammerexamens vorzubereiten und geht dabei erst die Krankheitsbilder und anschließend im Kapitel „Querschnittsfächer“ auf die restlichen prüfungsrelevanten Gebiete ein.

Didaktik

as Buch bietet ein gewöhnungsbedürftiges Format an, das viele Studenten auf den ersten Blick verschreckt. Es ist kein Buch, das man gern durch die Gegend trägt. Jedoch bietet das Buch eine angenehme Schrift auf großen Seiten an, mit denen trotzdem gut lernen kann.

Mir gefallen die Tabellen nicht so gut, da sie graphisch nicht auf einen Blick zeigen, was essentieller Teil dieser Auflistung ist. Auch die wenigen, relativ kleinen Bilder unterstützen das visuelle Lernen nicht so gut.

Online Zugang

Wie alle Elsevier Bücher verfügt auch dieses über einen Online-Zugang. Mit dieser Möglichkeit kann man sich das Buch online anschauen, mit einem Klick auf einen Querverweis zu der entsprechenden Stelle zu gelangen usw. Diese Möglichkeit ist für dieses Buch besonders deswegen interessant, da man es ggfs. nicht mitnehmen muss, sich Seiten/ Tabellen/ Bilder ausdrucken lassen kann. Um Notizen zu machen und Lesezeichen zu setzen ist es meines Erachtens eher unnötig, da das Buch an sich dazu genug Platz lässt. Angenehm ist die Möglichkeit im Roche-Lexikon nachzuschlagen, was natürlich schneller geht, als in einem Buch zu blättern.

Preis/Leistung und Fazit

Dieses Buch ist eine Möglichkeit sich auf das Hammerexamen vorzubereiten. Das Format ist keine großer Minus-Punkt, dafür jedoch die graphische Darstellung. Das Buch bietet deswegen keine optimale Lösung für diese Durststrecke im Medizinstudium, ist jedoch es im Preisleistungsverhältnis sehr gut und empfehlenswert. Besonders Studenten, die gern das Tool E-Learning nutzen, sind mit dem Elsevier-Online-Zugang mit diesem Buch gut beraten.