So menschlich kann Pflege sein

Kategorien: Public Health und Sonstige.

Titel: So menschlich kann Pflege sein (1. Auflage)
Autor: Ralf Monréal
Verlag: proroba Verlag
Preis: 16,90 EUR
Seitenzahl: 159
ISBN: 9783963730009
Bewertung:

Inhalt

Das Buch lässt sich in zwei Teile gliedern. Im ersten Teil werden auf jeweils circa fünf Seiten 16 verschieden Fälle vorgestellt. Diese Fälle beschäftigen sich mit Patienten, die aufgrund einer akuten Erkrankung von einem Tag auf den anderen auf die Pflege anderer angewiesen waren. Die Geschichten dieser Menschen werden zwar kurz und bündig aber trotzdem einfühlsam erzählt. Der zweite Teil beinhaltet viele Beispiele für Anträge und Vereinbarungen, die mit den zuständigen Institutionen abgeschlossen werden müssen, um die Pflege, die im ersten Teil des Buches beschrieben wird, in die Realität umzusetzen.

Ein Großteil des vorliegenden Buches beschäftigt sich mit dem Thema des persönliches Budgets, welches jedoch nie so richtig erklärt wird. Vor allem im zweiten Teil des Buches werden viele Gesetzestexte zitiert, die für Laien nur sehr schwer verständlich sind. Hier fehlt ein bisschen der rote Faden, der alles zusammen hält.

Didaktik

Das Buch ist gut strukturiert und zumindest im ersten Teil gut verständlich geschrieben. Jedes Fallbeispiel wird am Ende noch einmal kurz und bündig mit einem Fazit auf den Punkt gebracht. Man kann also aus jeder dieser Episoden eine kleine Lehre ziehen.

 

Preis/Leistung und Fazit

Dieses Fazit bezieht sich wie auch die Bewertung vor allem auf die Relevanz des Buches für die Ausbildung von Medizinstudenten.

Der erste Teil schildert sehr eindrücklich die Geschichten von Patienten, die jeder angehende Mediziner früher oder später so oder so ähnlich erleben wird. Aus diesem Gesichtspunkt ist es sicherlich spannend zu erfahren, wie man schwierige pflegerische Situationen, handhaben kann. Außerdem zeigen die Beispiele, dass häufig noch mehr selbstbestimmtes Leben möglich ist als man zu Beginn vielleicht gedacht hat.

Schade finde ich, dass auf den Begriff des persönlichen Budgets zwar mehrfach eingegangen wird, man aber trotzdem vergeblich auf eine gut verständliche Erklärung dieses Begriffs wartet. Vor allem im zweiten Teil machen es die Auszüge aus Gesetzestexten dem ungeübten Leser sehr schwer den Inhalt zu verstehen. Was diesen Abschnitt des Buches betrifft, ist es wohl eher für Betroffene Personen und pflegende Angehörige geeignet, die sich in der Marterie bereits auskennen und von vorformulierten Anträgen etc profitieren.