Physiologie

Kategorien: Physiologie.

Titel: Physiologie (7. Auflage)
Autor: Hans-Christian Pape, Armin Kurtz, Stefan Silbernagl
Verlag: Thieme
Preis: 79,99 EUR
Seitenzahl: 1024
ISBN: 9783137960072
Bewertung:

Inhalt

Bisher der „Sibernagl“, seit dieser Auflage nun der „Pape“ – nicht nur da ein Münsteraner Professor Erstautor ist, sicherlich ein Standardwerk in der Physiologie. In 27 Kapiteln wird die gesamte für die Vorklinik nötige Physiologie abgehandelt und noch mehr. Der Aufbau des Buches ähnelt den Kurzlehrbüchern von Thieme, die größere Anzahl an Kapiteln (und Seiten) lässt jedoch schon darauf schließen, dass der Inhalt deutlich ausführlicher ist als in diesen. Es werden eben nicht nur die prüfungsrelevanten Themen erklärt, sondern auch viele weiterführende Details.

Didaktik

Die übersichtlich strukturierten Absätze werden auf fast jeder Seite durch Abbildungen ergänzt, welche wiederum kurz und knapp erläutert werden. Dadurch werden zwar Inhalte wiederholt, jedoch ermöglicht es auch das Nachschlagen von Dingen, ohne Absätze zu durchforsten. Häufig helfen genau die Abbildungen nämlich dort weiter, wo man im Kurzlehrbuch schon beinahe aufgegeben hat. Der Fließtext hingegen ist häufig eher etwas für die motivierteren Lerner, die wirklich ins Detail gehen wollen. Wer es wirklich wissen will, ließt auch das zwischendurch eingeschobene Kleingedruckte.

Wie man es seit dem ersten Semester von den Thieme Büchern gewohnt ist gibt es auch im „Pape“ überall bunte Kästen: Grün (mit einem kleinen Krankenhaussymbol in der Ecke) für klinische Inhalte, Blau (mit einem Häkchen markiert) für Zusammenfassungen, Lila („B“) für Beispiele aus dem Alltag oder der Geschichte, die am Anfang des Kapitels den Appetit wecken sollen.

Preis/Leistung und Fazit

Alles in allem ist der „Pape“ ein super Nachschlagewerk und als Ergänzung zu Kurzlehrbuch etc. hervorragend geeignet – oder eben auch direkt zum Lernen, wenn man Spaß an der Physiologie und die nötige Zeit hat. Das Buch ist super strukturiert und trotz der vielen Details gut verständlich geschrieben, so hilft es über manche Lernblockade hinweg. Die Abbildungen umfassen in möglichst einfacher Darstellung viele Details und sorgen für noch mehr Aha-Momente. Es schadet also nicht, das Buch beim Lernen in Reichweite zu haben, da es manche Grübelei verkürzt. Allerdings lohnt sich für „den durchschnittlichen Medizinstudenten“ eine Anschaffung nicht, denn 80€ sind doch ein tiefer Griff ins Studenten-Portemonnaie. Also lieber während der heißen Lernphase oder Referatsvorbereitung ein Exemplar aus der Bibliothek ausleihen.