Sobotta Atlas der Anatomie

Kategorien: Anatomie.

Titel: Sobotta Atlas der Anatomie (24. Auflage)
Autor: Friedrich Paulsen, Jens Waschke
Verlag: Elsevier
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Preis: 196,99 EUR
Seitenzahl: 469, 342, 481
ISBN: 9783437440212
Bewertung:

Inhalt

Der Sobotta-Atlas der Anatomie ist in drei Teile geteilt. Der erste Teil gibt eine Einführung in die Allgemeine Anatomie und in den Bewegungsapparat. Der zweite Teil bezieht sich auf die Inneren Organe und der letzte Teil auf die Kopf-Hals-Region und die Neuroanatomie. Die einzelnen Bände sind als genauso sortiert, wie sie auch im Präparierkurs erlernt und geprüft werden.

Der Atlas bietet viele Abbildungen mit Übersichten über die Muskeln, Organe, Leitungsbahnen und auch über die Embryologie. Diese Abbildungen entsprechen oft den Blickwinkeln, die man auch im Präparierkurs wieder findet.  Außerdem werden die jeweiligen Abbildungen durch einen erklärenden Text ergänzt, indem das gezeigte Gebiet noch einmal erklärt wird.

Des Weiteren findet man in dem Atlas auch Röntgen- oder Sonobilder, die einem den Einstieg in die Klinik erleichtern sollen. Schon früh wird man an die Bildgebung gewöhnt und man lernt, welche Strukturen man dort erkennen kann.  Es sind einzelne sehr hilfreiche schematische Zeichnungen beigefügt, wie beispielsweise zu den einzelnen Lungensegmenten.

Es wird in den einzelnen Kapiteln auch einzelnes klinisches Wissen vermittelt. Dieses ist aber durch entsprechende Kästen gekennzeichnet und lässt sich klar vom prüfungsrelevanten Wissen abgrenzen.

Der Atlas bietet einen breiten und umfassenden Überblick über die Anatomie und vermittelt es anschaulich in Bildern. Zu Beginn jedes Kapitels wird zudem ein Überblick über das nachfolgende Thema gegeben, sowie eine ganz kurze Zusammenfassung über das Wichtigste. Außerdem wird der Bezug zur Klink erläutert, welches das Lernen und den späteren Einstieg in die Klinik erleichtern soll.

Didaktik

Der Atlas ist recht übersichtlich gestaltet. Die Abbildungen sind auf die zu sehenden Blicke im Präparierkurs abgestimmt. Es ist möglich jeden Bereich und jede Körperregion aus verschiedenen Blickwinkeln zu erfassen und sich die Strukturen dreidimensional einzuprägen. Der Atlas ist außerdem ergänzt durch erklärende Texte zu den jeweiligen Abbildungen, sodass der Fokus noch einmal entsprechend gelenkt wird auf die relevanten Informationen in dem Bild.

Außerdem zeigt eine kleine Skizze oben auf jeder Seite, in welcher Körperregion man sich gerade befinden, welches die Orientierung erleichtert.

Die ergänzenden Tabellen, wie zum Beispiel zu den Muskeln, erleichtern das Lernen und bieten einem gute Wiederholungsmöglichkeiten für die Prüfungen. Ein extra Heft mit den Tabellen zu Muskeln, Gelenken und Nerven ist eine tolle Hilfestellung und fasst das Wissen komprimiert zusammen.

Preis/Leistung und Fazit

Der Sobotta- Atlas der Anatomie ist mit 169,99 Euro natürlich nicht preisgünstig. Allerdings auch ein abolutes Standardwerk. Für den Präparierkurs und auch das Wiederholen vor dem Physikum empfiehlt sich auf jeden Fall ein Atlas um die Strukturen des menschlichen Körpers anschaulich zu erlernen. Es erleichtert die Orientierung am Körperspender und unterstützt die dreidimensionale Vorstellung. Die Bilder sind etwas kleiner als im Prometheus-Atlas der Anatomie und die Texte unterscheiden sich teilweise in der Fülle an Informationen. Preislich liegt der Sobotta-Atlas jedoch noch etwas unter dem von Prometheus.

Orientiert euch am Besten an dem Atlas, den euer Tischdozent euch empfiehlt. Einen Atlas sollte man jedoch in jedem Fall als Lernhilfe nutzen. Auch zum Nachschlagen in späteren Semestern ist ein Atlas eine tolle Sache.