Sobotta Lernkarten

Kategorien: Anatomie.

Titel: Sobotta Lernkarten (1. Auflage)
Autor: Prof. Dr. Lars Bräuer
Verlag: Elsevier
Preis: 49,99 EUR
Seitenzahl: 944
ISBN: 9783437419041
Bewertung:

Inhalt

Das Sobotta-Lernkartenpaket umfasst die drei auch einzeln erhältlichen Lernkartenpakete „Knochen, Bänder und Gelenke“, „Muskeln“ sowie „Organe, Leitungsbahnen und ZNS“. Auf 415 Karten im A6-Format finden sich hier die aus der Reihe der Sobotta-Atlanten bekannten farbigen Abbildungen. Auch inhaltlich lehnen sich die Karten an die Reihenfolge im Sobotta-Atlas an. Die Druck- und Papierqualität ist hochwertig: Die formatbedingt kleinen Abbildungen zeigen dennoch gute Details und die Papierdicke ähnelt der handelsüblicher Karteikarten. Große Abbildungen, zum Beispiel bei Schädelmodellen sowie einzelnen Organen, lassen sich auf A5-Format aufklappen. Die Karten kommen gesammelt in einer Box, die die Aufbewahrung erleichtert. Diese ist jedoch nicht handlich genug, um die Karten für unterwegs zu verstauen, dafür sind es aber auch zu viele.

Didaktik

Die Lernkarten greifen das klassische „Frage – Antwort“-Prinzip auf: Auf der Vorderseite befindet sich meist eine mögliche Prüfungsfrage die mit der dazugehörigen Abbildung zusammenhängt, welche mit Nummern beschriftet ist. Auf der Rückseite findet man dann die Auflöung und eine vollständige Beschriftung der Abbildung. Außerdem gibt es immer wieder „Info-Kästen“, welche zusätzliche Informationen, Verweises zur Klinik, Zusammenhänge oder Eselsbrücken enthalten. Die inhaltliche Anlehnung an den Atlas erlaubt es, die Karten der Reihe nach zu lösen und so eine fast vollständige Wiederholung der makroskopischen Strukturen zu erreichen.

Preis/Leistung und Fazit

Für 50 Euro ist die Fragensammlung sicher kein Schnäppchen, die einzelnen Pakete wären jedoch mit insgesamt 75 Euro deutlich teurer. Allerdings können die Karten mit guter Behandlung auch gut mehrere Generationen überleben. Einen Atlas oder ein Lehrbuch können die Karten jedoch nicht ersetzen. Dazu fehlt der Platz für erklärende Fließtexte, außerdem ist dies auch nicht die Absicht der Karten. Vielmehr sollen sie mögliche Testatfragen zeigen und genutzt werden, um gelerntes zu festigen. Bei der Orientierung an der Körperspende sind die Karten wie die Atlanten nicht unbedingt eine große Hilfe – hier ist das Lernen am Präparat auf jeden Fall wichtiger. Für das Testat zum passiven Bewegungsapparat kann ich die Karten empfehlen, ob es sich für die anderen lohnt ist jedem selbst überlassen. Besonders für das ZNS-Testat im 3. Semester scheinen mir die Inhalte zu oberflächlich.