Ausland

Du willst die Welt erkunden? Na, da können wir doch helfen! Während deines Studiums hast du viele verschiedene Möglichkeiten ins Ausland zu gehen. Neben den naheliegenden beruflichen Erfahrungen sind Auslandsaufenthalte natürlich auch unersetzlich, um mal über den sprichwörtlichen Tellerrand zu sehen, in eine fremde Kultur einzutauchen und auch die eigene Heimat ganz neu wahrzunehmen. Kurzum,  Auslandsaufenthalte sind eine unvergleichliche Gelegenheit, von der du besonders noch während des Studiums gut und einfach profitieren kannst!

Das Auslandsteam im Sommer 2012

Dabei ist ein großer Teil des Angebotes über die Sparte „Ausland“ der „Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e. V.“ (bvmd) organisiert, dem Zusammenschluss von 36 medizinischen Fakultäten in ganz Deutschland. Als Mitgliedstaat der „International Federation of Medical Students’ Associations“ (IFMSA), der internationalen Vertretung der Medizinstudierenden aus etwa 70 Ländern weltweit, hat Deutschland Austauschbeziehungen mit vielen anderen Mitgliedsländern, die auch Münsteraner Medizinstudenten viele Programme ermöglichen. Natürlich kann man sich auch im Internet über die Arbeit der bvmd informieren: www.bvmd.deAbhängig vom Fortschritt deines Studiums stehen dir verschiedenste Optionen zur Verfügung:

In der Vorklinik bietet es sich an, im Rahmen von Sprachkursen, Krankenpflegepraktika, mehrwöchigen Forschungsaufenthalten (Research Exchanges) oder im Entwicklungshilfe-Bereich (Public Health) internationale Erfahrungen zu sammeln.

Im klinischen Studienabschnitt hast du außerdem im Rahmen von Famulaturen, Erasmus-Programmen oder PJ-Tertialen optimale Voraussetzungen für Auslandseinsätze:

Famulatur im Ausland

Der Famulantenaustausch (Professional Exchange, PE) ist wahrscheinlich das geläufigste Programm der Sparte Austausch der bvmd – schließlich hieß das Ganze früher auch „DFA – Deutscher Famuantenaustausch“. Obwohl dem nicht mehr so ist, wird weiter fleißig ausgetauscht und das in immerhin gut 60 verschiedene Länder! Voraussetzung für den PE ist zum einen der Abschluss des 2. klinischen Semesters (für außereuropäische Länder UND die Schweiz muss es das vierte sein, für GB und Kanada zusätzlich der Beginn des 5. Studienjahres). Zum anderen muss auch bereits eine 30tägige Famulatur absolviert worden sein – ob in Deutschland, Timbuktu, Holland oder Sibirien bleibt euch überlassen! Englischkenntnisse werden vorausgesetzt und sind offiziell ausreichend, jedoch hat man ohne Kenntnisse der Landessprache (gerade bei den „gängigeren“ Sprachen wie Französisch, Spanisch, aber auch Italienisch oder Schwedisch) oft eher schlechte Chancen in sein Wunschland zu kommen.

Generell heißt es beim PE: Flexibilität ist Trumpf! Programme der bvmd haben viele Vorteile: Wohnung, Essen und Organisation nebst Bespaßung werden in der Regel gestellt, die Anerkennung ist kein Problem, etc. … Doch auch Nachteile gesellen sich hinzu: Zusagen kommen manchmal erst spät, nicht immer können Erstwünsche sowohl für den Zielort als auch für die Fachrichtung erfüllt werden und der zu erledigende Papierkram ist nicht ganz unerheblich. Trotz und alledem ist das finanzielle Risiko, das man bei einer Absage eingeht mit 12 € doch so gering, dass sich eine Bewerbung fast immer lohnt.

Weitere Informationen zum Famulantenaustausch und Erfahrungsberichte findet ihr hier: http://bvmd.de/arbeit/scope/.

PJ im Ausland

Das PJ im Ausland zu verbringen ist eine beliebte und – auch dank der Länge des Aufenthaltes – eine sehr lohnenswerte Unternehmung! Bei der Organisation können wir allerdings nicht viel helfen, da seid ihr auf euch allein gestellt.
Hier nur ein paar hoffentlich nützliche Tipps und Hinweise:

  • Um ein Tertial an einer ausländischen Uni zu machen muss man in der Regel Studiengebühren bezahlen, die teils sehr hoch sein können! Trotzdem solltet ihr an der Münsteraner Uni eingeschrieben bleiben, das möchte die WWU so.
  • Da ein Tertial länger als 60 Tage dauert, könnt ihr euch für einen Fahrtkostenzuschuss bewerben.
  • Das LPA hat eine Liste mit allen Krankenhäusern weltweit, an denen ein Praktikum bereits anerkannt worden ist. Ein Merkblatt gibt es natürlich auch zum PJ.
  • Es besteht die Möglichkeit, einen Erasmusplatz für ein PJ-Tertial zu nutzen, doch nur in besonderen Fällen – wendet euch dafür an das IfAS.
  • Besonders beliebte Ziele (etwa die Schweiz oder Südafrika) erfordern Bewerbungen etwa 2 Jahre im Voraus – unglaublich aber wahr! Ganz kurzfristig werden oft auch wieder Plätze frei, aber die Auswahl ist dann natürlich eingeschränkt…

Für Fragen, die du persönlich klären möchtest, stehen wir dir natürlich gerne in unserer Auslandssprechstunde zur Seite. Bitte schreibt uns vorher eine E-Mail an , wenn ihr einen Sprechstundentermin wahrnehmen wollt. Vielen Dank! Bleibt nur noch zu sagen: Viel Erfolg und gute Reise!

Euer Auslandsteam